Indiohilfe-Aktuelles

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Indiohilfe Ecuador
 

Gabys Projekt für die Zukunft der Indiohilfe Ecuador

In der Zeit, in der ich mit meinem Vater in den verschiedenen Projekten der Stiftung mitarbeitete, habe ich gelernt, dass das Wichtigste für eine gute Entwicklungshilfe die Bildung ist. Nur sie kann den Menschen und ein Land zum Positiven verändern. Ich denke hier an eine umfassende Ausbildung, die für das tägliche Leben eine konkrete Hilfe bringt. Ich glaube fest an die Fähigkeiten der Menschen, unabhängig von ihrer ethnischen und kulturellen Herkunft. Ich glaube, dass der Mensch als Werk Gottes eine wunderbare Schöpfung ist und es verdient, sich in seinen Möglichkeiten zu entfalten. Seit mehr als 40 Jahren konzentriert sich die Indiohilfe (in Ecuador ABC-Stiftung) auf die Stärkung der Grundwerte des Menschen und unterstützt hauptsächlich Bildung, Ausbildung und Entwicklung der Indios.

Mein Hauptaugenmerk für die nächsten 20 Jahre der Indiohilfe wird auf die Frauen ausgerichtet sein. Ich glaube, dass Frauen viel für eine gerechtere Gesellschaft tun können. Frauen sind in unserem Land die ersten und wichtigsten Personen für die Erziehung und Bildung von Kindern. Leider ist es eine harte Realität, dass viele schon in einem sehr zarten Alter (ca. 16 Jahre) Mütter werden und daher ihre Schule, bzw. ihre Ausbildung abbrechen. Der Prozentsatz der Mütter, die ihre Schule noch nicht abgeschlossen haben ist hoch, und die Folge ist, dass sie deshalb bei der Bildung ihrer Kinder überfordert sind. Aus diesem Grund gibt es eine hohe Rate von Analphabeten. Diesen jungen Mütter fehlt auch oft die Fähigkeit ihre Kinder vernünftig zu ernähren und Mangelernährung ist immer wieder festzustellen.

Ich möchte meine Arbeit auf folgende Bereiche konzentrieren:

  1. Gartenbau: Gemüseanbau für Hausgärten, damit Mütter Zugang zu gesunden und nahrhaften Lebensmitteln erhalten, die zur Bekämpfung der Mangelernährung von Kindern beitragen. Der erwirtschaftete Überschuss an Gemüse kann von den Frauen verkauft werden und ermöglicht ein zusätzliches Einkommen für sie.
  2. Kochworkshops: Es ist wichtig, dass Frauen lernen, wie man gutes Essen zubereitet, damit die Ernährungswerte nicht verloren gehen und die Familie ein gesundes Essen bekommt.
  3. Agro-Industrie: Frauen lernen die Zubereitung von Konserven, damit die Lebensmittel haltbar gemacht werden. Dies kann eine weitere Einnahmequelle sein.
  4. Tierzucht und Tierhaltung: Die Bäuerin kümmert sich um die Haustiere, da die Männer außerhalb des Hauses arbeiten. Es ist die Frau, die Hühner, Meerschweinchen, Kaninchen, Schweine und Schafe hält und Milch, Eier und Fleisch verwertet. Wir wollen dabei noch höhere Erträge und ein besseres Einkommen für die Frauen erzielen.
  5. Aufforstung: Wir wollen eine Baumschule mit einheimischen Bäumen errichten, damit die Indios lernen in ihren Gemeinden Bäume anzupflanzen. In einer Zeit, in der das Wasser immer weniger wird, ist die Aufforstung von großer Bedeutung.
  6. Therapie für behinderte Kinder: In der Provinz Bolivar gibt es keine Therapiezentren für Kinder mit Behinderungen. Wir schlagen vor, die natürliche Umgebung unseres Bauernhofes zu nutzen, um Kindern mit körperlichen und geistigen Defiziten Therapien anzubieten. Der Kontakt mit der Natur und unseren Tieren ist sehr wichtig. Besonders die Pferdetherapie ist hervorzuheben, die wir anbieten können. Es hat sich gezeigt, dass diese Art der Therapie die Entwicklung von Kindern begünstigt. Leider hat die Mehrheit der Kinder mit Behinderungen in der Provinz nur Eltern mit sehr begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten. Den Eltern werden für ihre Kinder nur kostenpflichtige Therapien angeboten, die sie sich nicht leisten können. Wir möchten diesen Familien helfen, damit ihre Kinder sich körperlich und geistig besser entwickeln können.

 

Arbeiter, die in der Stiftung in Zukunft benötigt werden:
Eine Teilzeitsekretärin, die die Büroarbeiten ausführt (Lohnauszahlung, Bankaktivitäten, Steuererklärung, Versicherungen, Abrechnungen etc.)
Ein Buchhalter, der einmal im Monat die Abrechnungen überprüft, damit sie vor dem Staat steuerrechtlich in Ordnung sind.
Mitarbeiter in der Landwirtschaft: Ignacio, Alberto und Gaby. Wir kümmern uns um die Pflege der Tiere und alle landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem Hof.
Reinigungspersonal: 1 Person, die sich um die Reinigung der Gebäude kümmert und bei den Feldarbeiten mithilft.
Finanzierung des Projektes
Damit die Kurse für die Frauen und das Personal bezahlt werden können, werden wir selber einiges erwirtschaften (Verkauf von Meerschweinchen, Hühnern, Schafen und Gemüse). Trotzdem sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen, damit die Frauen kostenlos an unseren Kursen teilnehmen können und die Betriebskosten gedeckt sind.
Alles, was wir für die praktische Ausbildung von Frauen tun können, ist eine sinnvolle Entwicklungshilfe, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.

 

August 2021

 
  • Der Meerschweinchenstall ist im August fertig geworden. Er ist gut gelungen.
  • Der Raum für die landwirtschaftliche Ausbildung ist ebenfalls fertig.
  • Wie jedes Jahr haben wir den Mais-Silokurs mit den Bauern gemacht.
  • Die Sozialhilfe für verarmte Familien läuft wie in den letzten Monaten so weiter, ebenso auch das Programm für die Schulkinder.

 


Daueraufträge
77 Indiofreunde haben einen Dauerauftrag. Sie geben uns dadurch eine Planungssicherheit. Vergelt´s Gott für jeden Dauerauftrag.
 
Die Dauerspender kommen:
  • 11 aus der Pfarrei Oberpiebing/Salching
  • 3 aus der Pfarreiengemeinschaft Stallwang-Wetzelsberg-Loitzendorf
  • 8 aus dem übrigen Landkreis Straubing
  • 22 aus dem Landkreis Dingolfing
  • 28 aus dem übrigen Bayern
  • 5 von außerhstenalb Bayerns
Die Dauerspender kommen aus Orten zwischen Berlin und Garmisch - Partenkirchen.
Seit 1981 wurden 58153 Briefe (Stand: 16.01.2021.) an die Indiofreunde verschickt (Jahresbericht und Dankschreiben). Das Porto wird nicht von Spendengeldern bezahlt, sondern von Sigrid Müller und Werner Gallmeier.